Betriebsfahrzeug oder Privat-Pkw? Rechnen statt vermuten.
Vergleichen Sie bis zu drei Fahrzeugvarianten anhand wirtschaftlicher Jahreskosten, steuerlich wirksamem Abzug, Privatnutzung und Kosten je Kilometer – transparent und ohne das übliche „Firmenwagen spart immer Steuern“-Märchen.
Erst das steuerliche Modell, dann die Zahlen.
Die Aussagekraft steht und fällt mit einer sauberen Zuordnung. Deshalb führt die neue Version in drei klaren Schritten durch die Berechnung.
Fahrzeugmodell bestimmen
Listenpreismethode, ordnungsgemäßes Fahrtenbuch oder Privatfahrzeug mit betrieblichen Auswärtstätigkeiten auswählen.
Kosten konsistent erfassen
Wirtschaftliche und steuerliche Jahreskosten getrennt eingeben – bei Vorsteuerabzug netto, ansonsten mit der tatsächlichen Belastung.
Ergebnis wirtschaftlich lesen
Kosten nach Steuern und Kosten je Gesamt-km vergleichen. Abweichende Fahrleistungen und Sonderregeln anschließend würdigen.
Bis zu drei Fahrzeuge direkt gegenüberstellen.
Alle Eingaben bleiben in diesem Browserfenster. Der Vergleich ist für Unternehmerfahrzeuge gedacht und bildet keine Fahrzeugüberlassung an Arbeitnehmer ab.
Kfz-Vergleich für Unternehmer
Listenpreismethode · Fahrtenbuch · Privatfahrzeug
Warum die frühere Kurzformel nicht ausreicht
„Gesamtkosten × betrieblicher Anteil“ bildet ein Betriebsfahrzeug nicht korrekt ab. Im Betriebsvermögen werden zunächst die steuerlichen Fahrzeugkosten berücksichtigt und anschließend die Privatnutzung korrigiert. Beim Privatfahrzeug entsteht dagegen ein Betriebsausgabenabzug für die betrieblichen Fahrten. Auch die Umsatzsteuer folgt einer eigenen Bemessungsgrundlage.
Was der Rechner kann – und was bewusst offenbleibt.
Wann gehört ein Pkw zum Betriebsvermögen?
Bei mehr als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung gehört der Pkw grundsätzlich zum notwendigen Betriebsvermögen. Bei mindestens 10 % bis 50 % kann eine Zuordnung zum gewillkürten Betriebsvermögen möglich sein. Bei höchstens 10 % liegt grundsätzlich Privatvermögen vor.
Was ist günstiger: Listenpreismethode oder Fahrtenbuch?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Listenpreismethode richtet sich nach dem maßgeblichen Bruttolistenpreis und nicht nach dem tatsächlichen Umfang der Privatfahrten. Das Fahrtenbuch berücksichtigt die tatsächlichen Nutzungsverhältnisse, verlangt dafür aber einen ordnungsgemäßen und laufenden Nachweis.
Wie werden reine Elektrofahrzeuge und Hybride berücksichtigt?
Der Rechner bietet ertragsteuerliche Faktoren von 100 %, 50 % und 25 %. Der Viertelansatz kann bei reinen Elektrofahrzeugen bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 € gelten; für Hybride und andere Zeiträume bestehen zusätzliche Voraussetzungen. Die passende Auswahl muss vorab fachlich geprüft werden.
Berechnet das Tool die Umsatzsteuer auf die Privatnutzung automatisch?
Nein. Der fachlich ermittelte Jahresbetrag wird eingegeben. Nur vorsteuerbelastete Ausgaben gehören zur umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage; außerdem gelten ertragsteuerliche Elektrovergünstigungen nicht unverändert für die Umsatzsteuer.
Kann ein Privat-Pkw berücksichtigt werden?
Ja. Für betriebliche Auswärtstätigkeiten kann ein pauschaler Satz von 0,30 € je gefahrenem Kilometer oder ein nachgewiesener tatsächlicher Kilometersatz eingegeben werden. Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte sind davon zu unterscheiden und werden nicht automatisch berechnet.
Ist der Rechner auch für Dienstwagen von Arbeitnehmern geeignet?
Nein. Lohnsteuerliche Fahrzeugüberlassung, Gehaltsumwandlung und Arbeitgeberfälle folgen zusätzlichen Regeln. Die Landingpage und der Rechner richten sich ausschließlich an Unternehmer beziehungsweise selbständig Tätige.
Was bedeuten „Kosten nach Steuern“?
Vereinfacht werden die wirtschaftlichen Jahreskosten um die errechnete Ertragsteuerentlastung vermindert und um die eingegebene Umsatzsteuer auf die Privatnutzung erhöht. Gewerbesteuer, Finanzierung, Verkauf und individuelle Sonderregeln können das Ergebnis verändern.
Aus der Modellrechnung eine belastbare Entscheidung machen.
Bei Anschaffung, Leasingwechsel oder der Entscheidung zwischen Betriebs- und Privatvermögen prüfen wir Zuordnung, Privatnutzung, Umsatzsteuer und Dokumentation im konkreten Fall.
