Die richtige Bank für den Onlinehandel
Hinweise zur Auswahl eines geeigneten Geschäftskontos mit DATEV-Anbindung – für möglichst digitale und automatisierte Abläufe zwischen Unternehmen und Steuerkanzlei.
Warum die Bankwahl wichtig ist
Für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Onlinehändler und Steuerkanzlei sollte nicht nur auf Kontoführungsgebühren und Kreditkarten geachtet werden. Entscheidend ist auch, wie gut sich das Geschäftskonto in die digitalen Buchhaltungsprozesse und insbesondere in die DATEV-Welt integrieren lässt.
Wesentliche Anforderungen an das Geschäftskonto
DATEV-Bankdatenservice
Kontoumsätze sollten möglichst elektronisch und automatisiert an DATEV übermittelt werden können.
Je nach Bank stehen dafür unterschiedliche Übertragungsverfahren zur Verfügung.
Zahlungsverkehr
Auch Zahlungsaufträge sollten möglichst digital aus dem DATEV-Umfeld an die Bank übermittelt und anschließend sicher freigegeben werden können.
Das ist beispielsweise bei Lieferanten-, Gehalts- oder Sammelzahlungen interessant.
Kosten und Kontomodell
Neben der Kontoführungsgebühr sollten auch mögliche Kosten für Zahlungsverkehr, EBICS, Schnittstellen, zusätzliche Nutzer oder weitere Bankleistungen berücksichtigt werden.
Zusammenspiel mit der Buchhaltung
Das Geschäftskonto sollte zum gesamten digitalen Prozess passen.
Insbesondere bei DATEV Unternehmen online sollte möglichst wenig manueller Aufwand für Kontoauszüge, Zahlungen und Zuordnungen entstehen.
Welche Übertragungsverfahren gibt es?
Service-Rechenzentrumsverfahren
Bei teilnehmenden Banken werden die Kontoumsätze werktäglich automatisiert abgeholt und in der DATEV-Cloud bereitgestellt.
PIN/TAN
Kontoumsätze können über die von DATEV eingesetzte Drittanbieterschnittstelle abgerufen und in der DATEV-Cloud gespeichert werden.
EBICS
EBICS ermöglicht einen sicheren elektronischen Datenaustausch mit der Bank und eignet sich insbesondere für professionelle Zahlungsprozesse.
Praxistipp
Ein günstiges Geschäftskonto ist nicht automatisch die günstigste Gesamtlösung. Wenn Kontoumsätze, Zahlungsinformationen oder Belege später regelmäßig manuell übertragen werden müssen, entstehen schnell vermeidbare Prozesskosten.
Geschäftskonten mit DATEV-Anbindung
Qonto
Qonto bietet verschiedene Integrationen mit DATEV. Je nach Kontomodell können unter anderem Kontoumsätze, Belege und strukturierte Belegdaten an DATEV übertragen werden.
Angeboten werden unter anderem die Anbindung über PIN/TAN sowie – je nach Tarif – weitere DATEV-Datenservices.
GLS Bank
Auch die GLS Bank unterstützt die Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien und DATEV.
Je nach gewünschtem Prozess kommen beispielsweise das Service-Rechenzentrumsverfahren, der direkte Bankzugang oder EBICS in Betracht.
Und andere Banken?
Auch zahlreiche weitere Banken und Bankrechenzentren können mit dem DATEV Bankdatenservice zusammenarbeiten. Allerdings unterscheiden sich die unterstützten Verfahren und Konditionen.
Deshalb sollte immer das konkrete Geschäftskonto und nicht nur der Name der Bank geprüft werden.
Diese vier Fragen sollten Sie der Bank stellen
Bevor ein neues Geschäftskonto eröffnet oder ein bestehendes Konto gewechselt wird, sollten die technischen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit DATEV konkret geprüft werden.
Erst den Prozess prüfen – dann das Geschäftskonto auswählen
Gerade im Onlinehandel entstehen häufig sehr viele Transaktionen. Neben dem eigentlichen Bankkonto spielen dabei oftmals Zahlungsanbieter wie PayPal oder Stripe sowie Shopsysteme und Marktplätze eine wichtige Rolle.
Deshalb sollte die Bank nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, dass der gesamte Datenfluss vom Shop bzw. Marktplatz über Zahlungsanbieter und Bank bis zur Finanzbuchhaltung möglichst digital und effizient organisiert wird.
Sie sind im Onlinehandel aktiv?
Wir schauen gemeinsam auf Ihre aktuellen Abläufe und prüfen, wo sich Buchhaltung und Datenfluss sinnvoll digitalisieren und automatisieren lassen.

